arteIngrid Bergman
Intermezzo
Stromboli
Das Gesicht Einer Fran
Walpurgisnacht
Herbstsonate

Biographie

 

Ingrid Bergman wurde am 20. August 1917 in Stockholm geboren. Im Alter von zwölf Jahren hatte sie beide Eltern verloren und wuchs als Waise bei ihrem Onkel auf.
Nach einer erfolgreichen Karriere am Theater und Film in Schweden und Deutschland holte David O. Selznick sie 1939 für den Film "Intermezzo" nach Hollywood, wo sie weltberühmt wurde durch Filme wie "Dr. Jekyll and Mr. Hyde" mit Spencer Tracey, "Casablanca" mit Humphrey Bogart (1942), "Wem die Stunde schlägt" (1943) und "Das Haus der Lady Almquist" (1944) zusammen mit Charles Boyer. Für diesen Film erhielt sie ihren ersten Oscar als beste Schauspielerin des Jahres 1944. 1945 drehte sie "Die Glocken von St. Marien" mit Bing Crosby, und die Hitchcock-Produktion "Ich kämpfe um Dich", für die sie von der New Yorker Filmkritik zur "Besten Schauspielerin des Jahres" erklärt wurde.
Ihren ersten Ehemann, Dr. Peter Lindström, mit dem sie bereits ein Kind hatte, verließ sie, um Roberto Rossellini zu heiraten. Das "Resultat" ihrer zweiten Ehe waren drei Kinder und sechs Filme. Während ihres Aufenthalts in Europa spielte sie in Rossellinis "Stromboli" (1949) und "Johanna von Orleans". Ihren zweiten Oscar erhielt Ingrid Bergman 1957 für "Anastasia". 1958 heiratete sie, nach ihrer Scheidung von Rossellini, den schwedischen Produzenten Lars Schmidt.
Sie starb am 29. August 1982 an ihrem 65. Geburtstag in London.


Ein Hollywood-Star verirrt sich im Neoliberalismus, durchlebt eine schwierige Integration in diese neue Welt, sieht sich konfrontiert mit den kulturellen Unterschieden und ihrer eigenen inneren Zerissenheit. Doch der ausgezeichnete Dokumentarfilmer Rossellini schaffte es trotz dieser sonderbaren Situation, sich nicht in einer Sackgasse zu verlieren. Drei der Filme des Bergman-Rossellini-Tandems beschäftigen sich mit dem Zerfall eines Paares. Ingrid Bergmanns Spiel ist konstruiert und präzise und wirkt fremd in den wilden Territorien (in der wilden Welt), die Rossellini inszeniert: man könnte fast von einem beiderseitigen Kompromiss sprechen, und gerade dieser Antagonismus ist es (diese Gegensätzlichkeit), der diese Filme so erschütternd macht. 1956 schließt sich die Klammer und Ingrid Bergmann wendet sich wieder dem Theater und einem konventionelleren Publikum zu. In den kommenden 20 Jahren wird sie mehrere "Straßenkreuzer-Filme" (Mainstream-Filme) drehen, die einzig durch ihre Anwesenheit bezaubern... Nie mehr wird sie in ähnlich leidenschaftlichen Rollen zu sehen sein, wie bei Hitchcock und Rossellini, dreht jedoch einen großartigen Film mit dem unterschätzten Regisseur Anatole Litvak.: Lieben Sie Brahms (1961). Später ist sie zu sehen im letzten Meisterwerk von Vincente Minnelli, Nina (1976). Bleibt noch die letzte Zusammenarbeit mit Ingmar Bergmann, in gewisser Weise eine Rückkehr zu den Ursprüngen, in Schweden: Herbstsonate, der letzte Film Ingrid Bergmanns 1978. Vierzig Jahre nach Intermezzo spielt sie wieder eine Pianistin, diesmal eine egozentrische, grausame und harte, die ihre Tochter zurückweist. Doch an Rollen dieser Art konnte diese großzügige (weltoffene), positive Schauspielerin nicht festhalten: in einem Film, der für das Fernsehen gedreht wurde, haucht sie einer politisch außergewöhnlichen Figur leben ein: Golda Meir. Durch diese packende Interpretation erreicht ihre Karriere einen außergewöhnlichen Höhepunkt: niemals zuvor hat sie in den Filmen von Hitchcock und Rossellini eine gleichermaßen starke wie verletzte Frau gespielt. Ingrid Bergmann stirbt 1982 an ihrem Geburtstages.



Ingrid Bergman