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Karin
Bjösen, ein Flüchtlingsmädchen aus Litauen, sucht Geborgenheit
in der Ehe mit dem Fischer Antonio auf der Vulkan-Insel Stromboli.
Trotz aller Demütigungen durch ihren Mann und die Frauen des
Dorfes - das ständig durch den Ausbruch des Vulkans bedroht ist
- entschließt sich Karin nach inneren Kämpfen, auf Dauer
zu bleiben.

Für
Kritik und Zuschauer war dieses ländliche Melodram nicht leicht
zugänglich. Stromboli ist die erste Zusammenarbeit zwischen Roberto
Rossellini und Ingrid Bergman. Neo-Realist Rossellini verwebt auf
beeindruckende Weise die Dokumentaraufnahmen eines Vulkanausbruchs
mit der Handlung seines Films.
In
den USA stieß der Film zunächst auf Ablehnung, da Hollywoodstar
Ingrid Bergman nach der Produktion von Stromboli ihren Mann verließ,
um Roberto Rossellini zu heiraten. Damit fiel sie tief in der Gunst
der Amerikaner, die ihr für ihre Rolle in George Cukors Das
Haus der Lady Alquist einen Oscar verliehen hatten. Man tat sich
schwer mit dem angekratzten Image der ,,Ikone Bergman".
Mit
ihrem zweiten Ehemann Roberto Rossellini drehte Ingrid Bergman insgesamtvier
Filme - ,,Stromboli", ,,Siamo Donne", ,,Europa 51",
,,Viaggio in Italia", die von den ,,Cahiers du Cinéma"
als Pionierwerke eines neuen Kinos begrüßt wurden. Heute
nehmen sie den Status von Kultfilmen ein und werden als Meisterwerke
des Neorealismus gefeiert. 1956 kehrte Ingrid Bergman nach Hollywood
zurück, wo sie auf Anhieb für die weibliche Titelrolle
in Anastasia mit ihrem zweiten Oscar ausgezeichnet wurde.
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