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Lena
Bergström ist die Sekretärin des unglücklich verheirateten
Unternehmers Johan Borg, in den sie hoffnungslos verliebt ist. Borg
ist überzeugt, dass ein Kind seine Ehe retten könnte,
seine Frau möchte jedoch keines bekommen. Als Clary Borg doch
ungewollt schwanger wird, lässt sie das Kind bei einem Scharlatan
abtreiben. Doch die Abtreibung kommt ans Licht, da die Unterlagen
aus der Praxis gestohlen wurden und sie fortan erpresst wird. Trotz
seiner Enttäuschung ist Johan Borg bereit, die geforderte Summe
zu zahlen. Bei der Übergabe des Geldes kommt es jedoch zu einer
Auseinandersetzung, während derer seine Frau den Erpresser
erschießt...
,,Walpurgisnacht"
erscheint aus heutiger Sicht als ein inhaltlich fragwürdiger
Film, im damaligen Kontext war eine Auseinandersetzung mit dem Thema
Abtreibung allerdings im Kino schlicht noch tabu. Ingrid Bergman
verkörpert in diesem Film eine junge, liebende und hingebungsvolle
Frau, die stolz und ohne Einschränkung zu ihrer Liebe steht
- ein Rollenbild, das Ingrid Bergman auch schon in ihren frühen
Filmen ,,Brandung", ,,Graf von der Mönchsbrücke"
und ,,Juninacht" verkörperte. ,,Walpurgisnacht" akzentuiert
das Bild der starken, selbstbewussten und unbeirrbaren Frau, die
Ingrid Bergman auch in ihrem Privatleben war.
Als
der Film 1941 nach jahrlangen Schwierigkeiten mit der Zensur endlich
in den USA herauskam, schrieb die ,,New York Daily News": ,,Dieser
Film ist eine Frucht vom verbotenen Baum der Zensur und hinterlässt
beim Zuschauer aus zwei Gründen einen starken Eindruck: Zum
einem nimmt er, rein als aufwühlendes Drama betrachtet, den
Zuschauer durch seine dramatischen Verwicklungen fest in den Griff;
zum anderen verblüfft es auch den, der sich durch die Kinodramatik
nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt, durch den erstaunlichen
Umstand, dass ein derart heikles Thema wie die Abtreibung überhaupt
seinen Weg auf das Zelluloid gefunden hat. Auf jeden Fall hat dieser
schwedische Film eine emotionale Qualität, über die man
nicht hinwegsehen kann, und dazu eine Besetzung von fähigen
Darstellern von großer Aufrichtigkeit... Einer der besten
schwedischen Filme seiner Zeit und ein Werk, das in aller Welt Aufsehen
erregen wird!".
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