TAG 9: 17.05.2001
Das Neueste aus Cannes
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> Interview
David Lynch
220
56
It: P. Bachmann / O. Bombarda
Trailer

MULHOLLAND DRIVE
Internationale Filmfestspiele Cannes 2001
Sélection Officielle : Wettbewerb
Regie & Drehbuch : David Lynch
Darsteller: Laura Elena Harring, Naomi Watts, Justin Theroux u.a..
Produzent: Alain Sarde
Musik: Angelo Badalamenti

Synopsis
Zwei Frauen treffen sich in Los Angeles. Die blonde Betty möchte Schauspielerin werden und wohnt bei ihrer Tante in einer traumhaften Villa. Rita wird Opfer eines Unfalls und verliert plötzlich ihr Gedächtnis. Völlig verloren, wird sie von Betty aufgenommen, die ihr bei der Suche nach den Spuren ihrer Vergangenheit hilft.



Äußerlich unversehrt klettert Rita, eine rätselhafte schwarzhaarige Schönheit aus ihrer völlig zerstörten Stretchlimousine. Hätte sie gerade nicht ihr Gedächtnis verloren, wüsste sie, dass der Unfall, der die beiden auf sie angesetzten Killer in ihrem Auto getötet hat, ihr das Leben gerettet hat. Hilflos steigt sie vom Mulholland Drive, jener berühmten kurvigen Aussichtsstraße oberhalb von Beverly Hills, in das funkelnde Lichtermeer von Los Angeles hinunter. David Lynch hat die Metropole dabei keineswegs glamourös, sondern eher wie einen albtraumhaften Moloch in Szene gesetzt. So wie der Regisseur aus Missoula, Montana hinter den Kleinstadtidyllen in "Blue Velvet" oder "Twin Peaks" Abgründe menschlicher Begierden und Wahnvorstellungen zum Vorschein kommen ließ, richtet er in seinem neuen Film "Mulholland Drive" seinen kryptisch verschlüsselten Blick auf die Schattenseiten der Traumfabrik. Auch Betty, eine junge enthusiatische Schauspielerin aus der Provinz ist hierhergezogen, um sich ihren Traum von einer Filmkarriere zu erfüllen. So begegnet sie Rita und hilft ihr dabei, ihre Identität wiederzufinden. Aus der Solidarität zweier Frauen entsteht eine obsessive Liebe. Immer tiefer lässt Lynch das Paar in einer dunklen Welt zwischen Traum und Realität versinken, in der die Identitäten verschwimmen und sich schließlich auflösen. Keine seiner Figuren weiß, welcher Schrecken dabei hinter der nächsten Mauerecke auf sie lauert. Wie zuletzt in "Lost Highway" hält sich Lynch nicht lange mit den Konventionen des logisch-linearen amerikanischen Erzählkinos auf. "Mullholland Drive" ist eine auf die Spitze getriebene obskure Meditation über Realität und Identität, geprägt von Lynchs visionärer Bildsprache und seinem einzigartigen Sound- und Productiondesign. Um sein Liebespaar herum gruppiert Lynch weitere enigmatische Erzählstränge und Figuren: Ein Regisseur soll auf Anweisung hinter den Kulissen agierender Studiobosse und Agenten gegen seinen Willen seine Hauptdarstellerin auswechseln; als er sich weigert, zu kooperieren, wird auch er in einen Strudel merkwürdiger Begebenheiten verwickelt. Ein Mann will sich seinem Albtraum in Gestalt einer hinter einem Schnellimbiß lauernden Fratze stellen und stirbt daran. Ein Puzzle voller merkwürdiger Figuren, Symbole und Begebenheiten, das sich einfach nicht zusammensetzen lassen will. Die Verwirrung hat System - Lynch hatte "Mulholland Drive" ursprünglich als Pilotfilm für eine Fernsehserie des amerikanischen Senders ABC mit einem großen Figureninventar und mehreren weiterführenden Handlungsfäden gedreht. Erst als die amerikanischen Produzenten das Werk zu Gesicht bekamen und ablehnten, wurde es mit französischen Geld für das Kino teilweise neu gedreht und geschnitten. Lynch konnte die erzählerische Klammer seines Films dabei zwar schließen. Der Eindruck aber, dass manche Szenen sich als ‚L'Art pour l'Art' gefallen und in ihrer formalen Brillanz einen tieferen Sinn vortäuschen, den es nicht gibt, bleibt. Nicht alle werden deshalb Lynch bedingungslos in sein düsteres Universum folgen.
Martin Rosefeldt

Mulholland Drive von David Lynch ist ein in der Karriere dieses amerikanischen Regisseurs einmaliger Film. Das Filmprojekt war ursprünglich für das Fernsehen gedacht, denn es kam gewissermaßen als der kleine Bruder von Twin Peaks daher, dieses heute immer noch unübertroffenen Meisterwerks im Bereich der Fernsehserien. Erst als das amerikanische Fernsehen das Projekt fallenließ, griff der verdienstvolle Produzent Alain Sarde Lynchs Idee auf und machte daraus einen Kinofilm. Mulholland Drive lässt sich am besten in zwei total gegensätzlichen Teilen beschreiben. Die erste Hälfte besteht aus einem Gerüst, in dem es vor lauter Personen nur so wimmelt (die meisten von ihnen werden schon bald fallengelassen), aus dem sich zwei weibliche Rollen herauskristallisieren, um die sich alles entwickelt: Naomi Watts (Betty), die naive Blondine, die nach Los Angeles gekommen ist, um ein Filmstar zu werden, und Laura Elena Harring, die rätselhafte Brünette mit dem Gedächtnisschwund. Zu Beginn wird ein bestimmter Ton vorgegeben, geprägt von Humor und komplizierten Verwicklungen der Personen in einer Welt der Klischees, in der Welt des Films. Hier und da wird eine Prise Merkwürdigkeit eingestreut, wie die Andeutung eines bevorstehenden und noch viel größeren Geheimnisses, während das Ganze durch die üblichen künstlichen Verwicklungen von Badalamenti noch verstärkt wird. Wer Lynchs Filme mag, wird sich nicht verloren fühlen und wird doch in allen Einstellungen den besonders lockeren Umgang mit der Zeit erkennen, eine besondere Vorliebe des Regisseurs, die man schon aus Une histoire simple kennt. Ausgangspunkt der Verwirrung : eine Beschleunigung des Rhythmus und der Handlungsabläufe schafft plötzlich Platz für Lynchs mythologischen Raum: der rote Vorhang, der Zwerg (diesmal ist es kein wirklicher Zwerg), der Befehle erteilende Cowboy nach dem Vorbild des Riesen in Twin Peaks, die Masken beängstigender Greise, eine Schachtel und ihr berühmter blauer Schlüssel. Da ist Lynchs ganzes unerklärliches und unerklärtes Wirrwarr, bis schließlich alle Orientierungspunkte verschwunden sind. In einem zweiten Teil wechseln, wie in Lost Highway und wie bei Buñuel, die Personen die Persönlichkeit. Die Geschichte verliert sich bis zum letzten Wort "Schweigen" in einem verwirrenden Strudel falschen Scheins. So macht Lynch, der Meister des Traums und der Obsession, aus Mulholland Drive ein Patchwork seiner letzten Filmerfahrungen, indem er Schritt für Schritt die Verbindungen des Prozesses seiner hier meisterhaft beherrschten Demontagen zeigt. Aber selbst wenn er eine bisher eher unbekannte Sinnlichkeit in der intimen Begegnung zwischen den beiden Frauen zum Ausdruck bringt, ist der Zuschauer mit seinen hohen Erwartungen an ihn etwas enttäuscht. Und so wartet man schon jetzt ungeduldig auf den nächsten Lynch.
Olivier Bombarda

Trailer

Va savoir
Von Jacques Rivette
Mit Jeanne Balibar, Sergio Castellitto,
Marianne Basler
Frankreich
Offizielle Auswahl: Wettbewerb

Synopsis
Camille (Jeanne Balibar), eine junge Schauspielerin, kommt nach drei Jahren Abwesenheit nach Paris zurück, um hier (auf Italienisch) in einem Stück von Pirandello zu spielen, das ihr Mann Ugo inszeniert. Um dieses Paar entspinnt sich ein Netz von Beziehungs- und anderen Intrigen.

Vielleicht hat die mäßige Reaktion auf Secret Defense, dieses schöne düstere und theoretische Werk, ihn so zermürbt, dass er nun mit Va savoir einen leichteren Ton anschlägt, mit einem Film, der Haut bas fragile sehr nahe kommt, jedoch ohne die Musikeinlagen (Uff!). Wie so oft bei Rivette, steht im Mittelpunkt der Handlung das Theater, das nach den Worten des Regisseurs selbst "als Rahmen und als Entwickler" für die Anwandlungen seiner Personen dient. Die Helden von Va savoir sind frei und elegant und sehen sich alle mit einer Beziehungskrise konfrontiert, die sie in andere Richtungen treibt. Sie bewegt weder Traurigkeit noch übermäßige Erregung, doch sie werden von großer, unglaublich romantischer Finesse geprägt. Aus den klassischen Komplotts à la Rivette werden hier Liebesspielereien (ja, sogar Liebeswettbewerbe), in denen man versucht, sich zu verlieren, um sich umso besser wieder zusammenzufinden. Der Autor von La belle noiseuse filmt diese Herzensregungen mit unbestreitbarer Virtuosität, wobei er wieder die Geschmeidigkeit seiner besten musikalischen Werke erreicht. Durch und durch intelligent, witzig und verspielt, ist Va savoir ein perfekt inszeniertes Divertimento, ein überraschendes Getändel, bei dem die verschieden Nebenhandlungen (die Suche nach dem verlorenen Goldoni-Manuskript, die Hehlerei im Zusammenhang mit einem wertvollen Ring) in wunderbarer Weise den Blick auf den Schauspieler lenken und auf seine Neigung, sein Leben zu einem permanenten Theaterstück zu machen. Die Schauspieler tragen zum Erfolg des Ganzen bei, wobei jeder hervorragend die ganze Bandbreite beherrscht, die von strahlender Sanftheit (die ausgezeichnete Hélène de Fougerolles) bis zu fordernder Heftigkeit (Jacques Bonnaffé) geht. Jeanne Balibar und Sergio Castellitto stellen einmal mehr ihr außerordentliches Talent unter Beweis, und man wird ganz besonders zu schätzen wissen, dass auch Marianne Basler dabei ist, eine Schauspielerin, die mehr an die Bretter, die die Welt bedeuten, gewöhnt ist; sie war feinfühlig genug, ihr eine Rolle voller Anmut und Zurückhaltung anzuvertrauen. Allein schon wegen dieser schönen Rückkehr zum Film ist Va savoir einer der erfreulichsten Wettbewerbsfilme von Cannes.
Yann Gonzalez





TOMORROW
Regie: Francesca Archibugi,
mit Marco Baliano, Ornella Muti,
Patrizia Piccinini, Valerlo Mastandrea, Italien 2000

Synopsis
Ein Erdbeben verwüstet eine italienische Kleinstadt. Eine Ausnahmesituation, in der sich die Bewohner auf Marcello Mastroiannis Schlüsselfrage in Fellinis ‚81/2' besinnen: Wer bist Du, wen liebst Du?

Ein Erdbeben verwüstet das kleine italienische Dorf Sellano; Hunderte von Menschen werden obdachlos und dürfen ihre kaputten Häuser wegen akuter Einsturzgefahr nicht aufsuchen. Das äußere Beben und die damit verbundene völlig neue Lebenssituation verursacht schnell bei vielen der Bewohner ein inneres Beben: sie stellen sich existentiellen Fragen, denen sie sich lange oder gar nie zuvor gestellt haben.

Gekonnt verflechtet die Regisseurin die verschiedenen, gleichwertigen Erzählstränge miteinander und zeigt die Schicksale der vom Erdbeben betroffenen Bewohner aus mehreren Perspektiven auf. Stefania Zerenghi (Ornella Muti), die sich auf Grund der Katastrophensituation ihren eigenen Wohnwagen mit fremden Menschen teilen muss, fasst die Situation zusammen: ‚Drinnen - im Wohnwagen - ist es viel schlimmer als draußen - beim Erdbeben.' Die Menschen sind gezwungen, sich auf Grund der äußeren Umstände sehr plötzlich auf einer viel intimeren Ebene miteinander auseinanderzusetzen. Das führt nicht selten zu emotionalen Ausbrüchen, zu unvorhergesehener Nähe (zwischen der Lehrerin mit der Hasenscharte und dem zu Hilfmaßnahmen angereisten Engländer), aber auch zu Trennungen (die ewige Freundschaft, die sich zwei kleine Mädchen geschworen haben geht in die Brüche).

Am Rande dieser zwischenmenschlichen Katastrophen passieren noch einige lustige Begebenheiten rund um das Erdbeben als Medienereignis: ein Privatsender schickt einen als Tintenfisch verkleideten Journalisten zur Liveberichterstattung und Mattel 1500 Barbiepuppen für die Erdbebenopfer.

Tomorrow' ist eine angenehme Ausnahme unter den sonst üblichen Katastrophenfilmen, die überwiegend als Majorproduktionen aus den USA auf den Markt kommen. Seine sensible, genau beobachtete Art, der dokumentarische Touch und die kantigen Charaktere sind einladend anders. Wer die Filme Ken Loachs mag, der fühlt sich auch hier gut aufgehoben.
Nana A.T. Rebhan

The Pledge
Internationale Filmfestspiele Cannes 2001
Sélection Officielle : Wettbewerb

von Sean Penn
mit Jack Nicholson, Helen Mirren,
Vanessa R edgrave, Benicio del Toro...

Synopsis
Inspektor Jerry Black (Jack Nicholson), ein einsamer Mann und leidenschaftlicher Angler, bereitet sich darauf vor, in den Ruhestand zu gehen und seinen Platz im Kommissariat eines kleinen Ortes von Nevada zu räumen. Der grausame Mord an einem kleinen Mädchen lässt ihn seine Pläne ändern, mit denen sich abzufinden er sowieso Schwierigkeiten hatte. Die einsetzenden Ermittlungen führen seiner Meinung in die Irre, und da er den Eltern des Mädchens versprochen hat, den wahren Täter zu finden, ermittelt er allein und sucht unermüdlich, selbst im Kreis seines neuen Lebens als alter Mann im Ruhestand ausmachen.

Sean Penn kam mit diesem Film in die Auswahl von Cannes. Er ist seit sechs Monaten in den Kinos (in den USA läuft er seit Anfang 2001 und wurde relativ gleichgültig aufgenommen) und war schon im vergangenen Februar für die Berlinale im Gespräch. Die Bemühungen der Jury von Cannes, ihn in die Auswahl zu bringen, sind also nur folgerichtig. Man kann sich vorstellen, wie glücklich die Jurymitglieder waren, den alten bad boy des amerikanischen Films, Jack Nicholson mit seinem Charisma nach Cannes zu holen. Aber - Zufall oder nicht - Nicholson ist zur Zeit zu Dreharbeiten in Alaska und kommt nicht nach Cannes, und Sean Penn ist zwar ein großartiger Schauspieler, doch ein großer oder besessener Filmemacher war er noch nie. Zwei Filme kennen wir von ihm bisher: naiv und aufrichtig The Indian Runner von 1999 und sehr maniriert The Crossing Guard von 1995. Seine letzte Arbeit nun bringt Dürrenmatts Das Versprechen auf die Leinwand und ist von genau derselben Machart wie die schon genannten: die gleiche Naivität, die die für den Fortgang der Handlung notwendigen Situationen schafft, trotz des Charakters dieser Geschichte, und die eine, wenn auch konventionelle Fiktion ermöglicht (ein Mann unterwirft sein Leben einer trügerischen Suche), der gleiche absichtlich schwülstige Ton und ein Bild von Nevada - unter dem Schnee begraben oder von der Sonne versengt, das den Film systematisch überfrachtet: zu viele Ansichten, zu viele visuelle Effekte, zu viel Neonlicht. All das erdrückt diese Geschichte, in der es um Besinnung und um Selbsterkenntnis geht, eine Geschichte, die sich im Schneckentempo entwickelt (zwei Stunden in sehr gemessenem Schritt) und in der Jack Nicholson sein übliches "underplaying" entfaltet. Wie schon in The Corssing Guard und in The Indian Runner (die auch voller Neonlicht und "Springsteenscher" Effekte sind) kann man feststellen, dass dieser Film bei aller anfänglichen Spannung nicht das Format hat, ein wirkliches Ereignis zu werden.
Julien Welter

> Jean-Luc Godard

Eloge de l'amour
Von Jean-Luc Godard
Mit Bruno Putzulu, Claude Baignière,
Françoise Verny, Rémo Forlani ...
Schweiz, 98 Minuten
Offizielle Auswahl: Compétition officielle


Die Dinge waren gut organisiert, und niemals musste man mehr um eine Eintrittskarte für die Aufführung eines Films von Jean-Luc Godard kämpfen als dieses Mal. Eloge de l'amour wird im offiziellen Wettbewerb gezeigt, und zur gestrigen Aufführung waren weit mehr Journalisten gekommen, als der winzige Bazin-Saal aufnehmen konnte. Und warum denn auch nicht ein bisschen Hysterie, ein paar Schreie, etwas Aufregung, kurzum: Lärm um Godard, der nach Cannes gekommen ist, "um ein bisschen mehr Knete zu finden". Auf der Pressekonferenz ging es etwas ruhiger zu. Godards letzter Film ist in der Tat schwierig. Er ist gespickt mit Zitaten und bietet eine Mischung verschiedener Themen: das Elend, die Résistance, das Gedächtnis. Es ist ein Film der Bildfragmente und besteht aus zwei Teilen: der eine schwarz/weiß, so wie man früher Filme machte, der andere in satten Farben und aufgenommen mit "diesen Videokameras, mit denen man drehen kann was man will und wie man will". In Eloge de l'amour ist Godard immer auf der Suche, zitiert immer mehr und präzisiert nicht unbedingt, worum es ihm geht. "Das Maß der Liebe ist die Liebe über alle Maßen", so ersteht der Heilige August in der Gestalt von Putzulu mit seinem lockeren Auftreten und seiner unverstellten Stimme wieder auf, in einer Aufnahme, die sich der Zuschauer aneignet. Godard bleibt - andere würden sagen verharrt - bei der Form des aus losgelösten Bildern bestehenden Films, so wie ein Leser ein Buch über ein Wort oder einen Satz aufnimmt, ohne chronologische Ordnung. Das ist eigentlich nichts Neues, doch Godard ist der einzige, der an der Dekonstruktion festhält. Am Ende der immer wiederkehrenden impliziten Frage nach dem "Ende des Films", das jeder aus seinen Filmen herausliest, gibt Godard jedoch zu, einige neue und tragfähige Anregungen erhalten zu haben: La Pomme von Mahkmalbaf in Eloge de l'Amour und die beiden Filme von Alain Giraudie (Du soleil pour les Gueux und Ce vieux rêve qui bouge), für die der große Filmemacher auf der Pressekonferenz einen ganzen Strauß von Komplimenten band. In Godard gibt es noch immer Hoffnung.
Olivier Bombarda

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