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Trailer:
Kritik: Die Idee ist ebenso einfach wie großartig - eine DDR-Bürgerin verpennt den Mauerfall und weil sie das es aus überlebenswichtigen Gründen nicht erfahren darf, bekommt sie eine Zeitreise verschrieben, bei der die Geschichte notgedrungen neu erfunden werden muss. Der westdeutsche Regisseur Wolfgang Becker bietet zur Begründung für die liebevolle, aus Mutterliebe veranstaltete Geschichtsfälschung seines ostdeutschen Protagonisten eine melacholische Krankheitsgeschichte an, die im Film als dramaturgische Klammer dient. Angefangen hatte sie 1978 mit dem Flug des ersten DDR-Kosmonauten ins Weltall. Damals, so kommentiert Alex mit unverhohlen sarkastischem Unterton, befand sich der "überdimensionierte Schützenverein DDR" zwar auf Weltniveau, aber mit der eigenen Familie ging's steil bergab. Papa setzte sich in den Westen ab, Mama landete in der Psychiatrie und wurde anschließend zur loyalen Staatsbürgerin. Verständlich nur, dass so jemand vom plötzlichen Ende der DDR lebensbedrohlich betroffen ist. Der anschließende rasante Räumungsausverkauf und Schnellwaschgang der DDR präsentiert sich uns als bizarre Nummernrevue. Und weil Mama dieser Anblick um jeden Preis erspart werden soll, muss eben die gute alte, intakte DDR wiederauferstehen. Komisch ist das schon, wie sich Alex bemüht, für seine Mutter aus Hollandgurken Spreewaldgürkchen zu machen, Coca-Cola als vom Westen geklaute und zurückeroberte DDR-Errungenschaft zu erklären und das DDR-Fernsehen mit Hilfe eines befreundeten Hobby-Filmemachers als Geschichtsklitteranstalt zu karikieren. Doch Becker hat leider öfter nur die ersten verschmähten, dann heiß geliebten Ost-Requisiten, statt die viel tiefer blicken lassenden Ost-Gefühlswelten im Visier, wenn es um die Defintion der DDR geht. Und trotzdem will der Film mehr sein, als nur eine absurde Komödie. Auch das Melancholische des Untergangs wird im letzten Drittel des Films am Krankheitsfall der Mutter und der zugrunde liegenden Familientragödie illustriert. Hiermit aber führt der Film sein dramaturgisches Grundkonzept ad absurdum. Mutter Kerner nämlich gesteht, dass sie nie die überzeugte Sozialistin war, die sie ihren Kindern ein Jahrzehnt lang vorgespielt hat. Damit schließt sich zwar der Kreislauf der Täuschung, aber aus dem Rückblick ihres Geständnisses verliert auch die Figur und die für sie gestrickte Geschichte, an Glaubwürdigkeit und Statur.
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Good Bye, Lenin!
Real Video:
Synopsis: Ostberlin, November 1989, die DDR befindet sich im fortgeschrittenen Zerfallsprozess. Wenige Tage vor dem Mauerfall erleidet MUTTER KERNER (Katrin Saß), eine 150-prozentige, wenn auch realkritische Sozialistin, auf dem Weg zu den Republiksfeierlichkeiten einen Herzinfarkt - ihr 21-jähriger Sohn ALEX (Daniel Brühl) wird vor ihren Augen als regimefeindlicher Demonstrant verhaftet. Als sie 8 Monate später aus dem Koma erwacht, hat sie den Siegeszug des Kapitalismus verschlafen. Alex' gesammelte Fantasie ist gefordert, um die Insignien und Rituale des Kommunismus in der Plattenbauwohnung zu reanimieren und die bevorstehende Wiedervereinigung umzudeuten. 
Synopsis: Oktober 1989, Ostberlin. Mutter Kerner, eine engagierte und überzeugte DDR-Bürgerin, fällt einige Tage vor dem Fall der Mauer nach einem Herzinfarkt ins Koma und verschläft den Siegeszug des Kapitalismus. Als sie nach acht Monaten die Augen wieder aufschlägt, darf ihrem geschwächten Herz keinerlei Aufregung zugemutet werden. Also beschließt ihr Sohn Alex, den real existierenden Sozialismus, der ihr ganzer Lebensinhalt war, in den vier Wänden ihrer Plattenbauwohnung wieder auferstehen zu lassen. Schnell stellt er jedoch fest, dass sich dieser Plan schwieriger umsetzen lässt als erwartet …



