![]() Les Triplettes de Belleville Synopsis: Anfang der 60er-Jahre: Der kleine, schweigsame Champion lebt bei seiner Großmutter Madame Souza, die ihn für das Radfahren begeistert und ihn anspornt, der Beste zu werden. Als Champion einige Jahre später an der Tour de France teilnimmt, wird er von zwei mysteriösen Gesellen entführt. Madame Souza und der treue Vierbeiner Bruno begeben sich auf die Suche nach Champion… Kritik: Der französische Zeichner und Autor Sylvain Chomet machte bereits 1996 mit seinem ersten Kurzfilm "La vieille Dame et les pigeons" auf sich aufmerksam. Er hatte ihn 10 Jahre angestrengter Arbeit gekostet. Das Dekor dieses ersten Films stammte von Nicolas De Crécy, mit dem Chomet bereits am Drehbuch für den Film "Léon la came" zusammen gearbeitet hatte. Dieser Film steht für eine Renaissance des kleinen Formats, die sich seither bestätigt hat. Auch "Triplettes de Belleville" ist eine absolut mitreißende Entdeckung, denn der Kenner wird den ganz besonderen, nostalgischen Reiz der Farbwelt von De Crécy wiedererkennen. Das Filmdekor stammt aber von dem hoch talentierten Evgeni Tomov, der allerdings aus der gleichen Schule stammt. Die von Chomet erdachten Figuren sind unglaublich ausdrucksstark und erinnern an Goosens oder Boucq. Das Ganze ergibt ein Spektakel von unglaublicher Vielfalt; jede Szene, jede Einstellung ist faszinierend und voll unglaublich verwirrender Komik. Gleich zu Beginn gibt die kleine, kurzsichtige, aber dennoch aufmerksame Oma Souza Anlass zu Heiterkeit, wenn . Madame Souza ohne Worte versucht (der Film kommt insgesamt fast ohne Dialoge aus), ihren Enkel seiner tiefen Melancholie zu entreißen. Obwohl der Hund Bruno, den sie dem Jungen schenkt, diesen nicht erheitern kann, interessiert sich Chomet bis ins letzte Detail für den Vierbeiner. Er zieht die Dehnübungen des müden Tieres ins Lächerliche und nimmt ihn als Symbol für das triste Einerlei dieses kleinen Dorfes, wo die einzige Abwechslung darin besteht, den vorbeifahrenden Zügen nachzujaulen. Aber das Fahrrad, das Champion entdeckt, ändert alles. Mit dem Radfahren beginnt für den Jungen das Abenteuer. Als er von eigenartigen Gesellen entführt wird, macht sich Madame Souza in Belleville auf die Suche nach Champion. Die Stadt ist überdimensioniert und voller Übergewichtiger - ein Augenzwinkern in Richtung eines rein fiktiven Amerikas. Aber auch das Klischee der französischen "Triplettes" wird durch den Kakao gezogen: Kabarettsängerinnen, deren Lieblingsgericht Frösche in allen erdenklichen Ausführungen sind. Kurzum, ein Film voller Humor, dessen Feinsinnigkeit der regelmäßige, aber sparsame Einsatz von 3D-Technik keinen Abbruch tut; vielmehr verzaubert er diese Erzählung, die man auf keinen Fall versäumen sollte. |
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