
Im September widmet ARTE dem Dirigenten Claudio Abbado einen Schwerpunkt und gratuliert ihm nachträglich zum 70. Geburtstag.
Sonntag, 14. September 2003 um 19.00 Uhr:
Abbado, Quasthoff & Schubert Fernsehregie: Andy Sommer Musik, Frankreich 2002, 40 Min., ARTE F, Erstausstrahlung Konzertaufzeichnung aus der Pariser Cité de la Musique im Mai 2002
Ende Mai 2002 dirigierte Claudio Abbado das "Chamber Orchestra of Europe" in der Pariser "Cité de la Musique". Auf dem Programm seiner beiden Konzerte standen Lieder von Franz Schubert (1797 - 1828). Solist war der Bass-Bariton Thomas Quasthoff, einer der gefragtesten Lieder- und Oratoriensänger. Die französische Tageszeitung Libération schrieb Lobeshymnen über das Konzert: der wohl "bewegendste deutsche Bariton" habe eine Stimme, die den Zuhörer schon nach kurzer Zeit in einen "exstatischen Zustand" versetzt. Auf dem Programm: "Tränenregen" - Die schöne Müllerin (D. 795), "Der Wegweiser" - Winterreise (D. 911), "Du bist die Ruh" (D. 776), "Ihr Bild" - Schwanengesang (D. 957), orchestriert von Anton von Webern; "Greisengesang" (D. 778), "Prometheus" (D. 674), "An die Musik" (D. 547) und "Der Erlkönig" (D. 328), orchestriert von Max Reger; "An Schwager Kronos" (D. 369), orchestriert von Johannes Brahms und "Ständchen" - Schwanengesang (D. 957), orchestriert von Jacques Offenbach.
Das "Chamber Orchestra of Europe" wurde 1981 gegründet und tritt regelmäßig in zahlreichen europäischen Städten auf, aber auch in den USA, in Hongkong, Japan und Australien. Das Orchester arbeitet eng mit Claudio Abbado und Nikolaus Harnoncourt zusammen. Es vereint 50 Musiker aus 15 europäischen Ländern. Das C.O.E. hat bereits mehrere Male den Preis "Record of the Year" erhalten, unter anderem für den Schubert-Zyklus dirigiert von Claudio Abbado.
Biographie Thomas Quasthoff (geb. am 9. November 1959):
Thomas Quasthoff kann als einer der bemerkenswertesten Sänger seiner Zeit bezeichnet werden. Seine Laufbahn führt ihn zu den renommiertesten Orchestern der Welt, wo er mit bedeutenden Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Sir Colin Davis, Bernard Haitink, Mariss Janssons, Kurt Masur, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Helmuth Rilling, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst zusammenarbeitet. Seine Gesangsausbildung erhielt der Künstler bei Prof. Charlotte Lehmann und Prof. Dr. Ernst Huber-Contwig in Hannover. Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. In Europa konzertierte Thomas Quasthoff u.a. mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem London Philharmonic Orchestra und London Symphony Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment und dem Freiburger Barockorchester.
Sein Debüt beim Oregon-Bach Festival 1995 legte den Grundstein für Thomas Quasthoffs steile Karriere in den USA. Er tritt dort regelmäßig mit den Sinfonieorchestern in Boston, Chicago, Cleveland, Pittsburgh und San Francisco auf. Einladungen führten ihn auch zu den renommierten amerikanischen Festivals wie dem Ravinia Festival, Tanglewood und Mostly Mozart. Sein gefeiertes New Yorker Liederabenddebüt gab er im Januar 1999 mit Schuberts Winterreise, zusammen mit Charles Spencer. Im Oktober 2001 eröffnete er als Solist der Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado die Saison der Carnegie Hall.
Als Liedsänger ist Thomas Quasthoff auf nahezu allen wichtigen Podien zu hören, wie z.B. dem Konzerthaus und dem Musikverein in Wien, dem Konzerthaus und der Philharmonie in Berlin, dem New Yorker Lincoln Center und der Carnegie Hall, Amsterdam, München, London, Paris, Rom, Madrid, St. Petersburg, Tokio und bei den Festivals in Salzburg, Edinburgh und Schleswig Holstein, den Berliner Festwochen und der Schubertiade Schwarzenberg.
Quelle: http://www.gopera.com/quasthoff/de/biography.html
Am 21. September um 19.00 Uhr zeigt ARTE "Claudio Abbado und das Lucerne Festival Orchestra - Gustav Mahler: Symphonie Nr. 2." und am 24. September um 21.40 Uhr folgt "Claudio Abbado - Ein Porträt".
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