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Nach dem Eintreffen der ersten Blauhelm-Truppen im Kriegsgebiet vergehen noch mehr als drei Jahre, bis das Daytoner Abkommen auf den Weg gebracht wird.

  • 8. September 1995: Die Außenminister Kroatiens, Bosnien-Herzegowinas und der Bundesrepublik Jugoslawiens verständigen sich auf einen Friedensplan, der eine Trennung Bosnien-Herzegowinas in zwei Gebietseinheiten mit der bosnisch-kroatischen Föderation Bosnien-Herzegowina (51%) und der Serbischen Republik in Bosnien (49%) vorsieht.
  • 26. September 1995: Ein Einverständnis über die zukünftige politische Struktur Bosnien-Herzegowinas wird erzielt. Eine internationale Friedenstruppe (IFOR) soll die Einhaltungen der Bestimmungen überwachen.
  • 5. Oktober 1995: Die NATO stellt ihren Plan vor, im Auftrag der UNO nach Abschluß eines Friedensabkommen im Rahmen der IFOR bis zu 70 000 Soldaten bereitzustellen.
  • 12. Oktober 1995: Der Waffenstillstandsbeschluß tritt in Kraft, ab dem 20. Oktober wird er an allen Fronten eingehalten.
  • November 1995: Beginn der Verhandlungen über ein Friedensabkommen auf der Luftwaffenbasis Wright-Patterson in Dayton im US-Bundesstaat Ohio.
  • 14. Dezember 1995: Unterzeichnung des Friedensvertrags durch die Präsidenten Bosnien-Herzegowinas, Kroatiens und Serbiens.
  • 12. Dezember 1996: Die UNO ebnet den Weg zur Gründung einer internationalen ,Stabilization Force', der SFOR. Ihre Aufgabe ist die Absicherung des Friedensprozesses in Bosnien-Herzegowina in Form von Abschreckung, Schutz internationaler Organisationen, überwachung der im Daytoner Abkommen vereinbarten Rüstungskontrollbestimmungen und zivile Sicherheitsbildung. Der SFOR schließt sich im August 1998 eine Folgeoperation an.

 

 
 
 
 

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