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Der
Produzent Nigel Stafford-Clark hat sich
nicht von den Schwierigkeiten abschrecken
lassen, die ein Projekt wie WARRIORS mit
sich bringt. Zunächst waren zähe
Verhandlungen mit der britischen Armee
und mit verschiedenen europäischen
Regierungen notwendig. ,,Zuallererst
brauchte ich die Zusicherung, dass wir
richtige ,Warriors' verwenden durften,
das sind 28 Tonnen schwere Panzerfahrzeuge,
die zum Truppentransport eingesetzt werden.
Sie stehen im Mittelpunkt der Geschichte",
berichtet Nigel Stafford-Clark. ,,Die
Armee war bereit, uns acht dieser fahrenden
Kolosse zu leihen. Der Drehort musste
in der Nähe von Deutschland sein,
dort wo die ,Warriors' stationiert sind.
Die Landschaft sollte aber klar als Bosnien
identifizierbar sein. Letztlich haben
wir uns für Tschechien entschieden."
Damit fingen jedoch die richtigen Probleme
erst an. ,,Damals waren die Tschechische
und die Slowakische Republik gerade eigenständige
Staaten geworden. Auch wenn die Teilung
unblutig erfolgt war, rührte unser
Film an einem wunden Punkt. Außerdem
mussten wir ein Militärlager mit
kaputten Siedlungen in der Umgebung ausfindig
machen, die wir wieder aufbauen und -
zum Schein - erneut zerstören konnten.
Schließlich stießen wir unweit
der deutschen Grenze auf eine ehemalige
Militärbasis der Roten Armee, die
uns perfekt geeignet schien."
Als nächstes kümmerte sich Nigel
Stafford-Clark um die notwendigen Genehmigungen.
,,Alles ließ sich gut an: Wir
hatten die Drehgenehmigungen der umliegenden
Gemeinden und auch die Erlaubnis, die
,Warriors' per Eisenbahn von Deutschland
nach Tschechien zu transportieren. Doch
dann meldete sich plötzlich der britische
Verteidigungsminister und meinte, es gebe
da ein Problem. Soldaten und Militärausrüstungen
dürften nur in zwei Fällen in
einem anderen Land zum Einsatz kommen,
und zwar bei friedlichen Manövern
oder im Falle einer Invasion. Wir fühlten
uns davon nicht sonderlich betroffen,
weil ja nur filmten. Doch das war ein
Irrtum, denn schließlich wollten
wir 35 richtige Soldaten und acht ,Warriors'
einsetzen. Gott sei Dank stand die Tschechische
Republik damals unmittelbar vor dem NATO-Beitritt.
Sie haben uns die Drehgenehmigung erteilt
und das Ganze als Militärmanöver
ausgegeben. Dann erfuhren wir plötzlich
vom sogenannten 21-Tage-Gesetz, nach dem
sich kein ausländischer Soldat ohne
vorherige Genehmigung durch beide Parlamentskammern
länger als 21 Tage in Tschechien
aufhalten darf. Unser Dreh sollte aber
42 Tage dauern! Wir mussten unser Truppenkontingent
in zwei Gruppen einteilen, damit sich
kein Soldat länger als 21 Tage auf
tschechischem Boden aufhielt. Wir wollten
sicher gehen, auf keinen Fall die tschechische
Gesetzgebung zu verletzen."
Phil Jeffreys war für den militärischen
Teil der Operation verantwortlich. Er
musste vor allem für die Sicherheit
der Darsteller, des Drehstabs und der
örtlichen Laiendarsteller sorgen.
Hinzu kam die halsbrecherische Arbeit
von Kameramann Richard Greatrex, der auf
dem Gefechtsturm eines Panzers hockte,
um die Fortbewegung der ,Warriors' von
außen zu filmen. ,,Alles musste
solide befestigt und gesichert werden",
erklärt Phil Jeffreys. ,,Wir haben
das Ganze zuerst mit einem Stuntman getestet,
um jegliches Risiko auszuschließen."
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