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Der
Film skizziert episodenhaft die Stationen einer Liebe und zeichnet
wie eine Stichwortsammlung die Romanze von Luiza und Gabriel auf.
Heiter und witzig, von "Amor" bis "Zero" spannt sich der Bogen über
Anziehung, Erotik, Liebe, Idylle, Zweifel, Verletzlichkeit und Trennung.

Verstärkt
wird der ironische Charakter durch Kommentare der Freunde von Luiza
und Gabriel, wie Marta, die mit scheinwissenschaftlichen Statements
die Liebe in Prozenten erfaßt, oder wie Gabriels Freund Barata,
der die Liebe nur biologisch betrachtet.
Der
Erzählmodus wechselt leichtfüßig von Szene zu Kommentar und gibt
dem Film eine ungewöhnlich coole Note. Humorvoll, immer mit einem
Schmunzeln erzählt Sandra Werneck von den Unzulänglichkeiten der
Liebe und Ehe, aber auch von der Unmöglichkeit von ihr zu lassen.
"Denn
die Ehe ist wie eine Caipirinha: Alle wissen, dass man davon einen
Kater bekommt, aber keiner kann widerstehen!"
"Das
kleine Buch der Liebe" wurde zu einem großen Erfolg in Brasilien
und markiert eine Wende in der brasilianischen Filmkultur. Dank
Steuernachlässen und wirtschaftlichem Aufschwung ist der Weg für
die neue Generation von Filmemachern endlich frei geworden, wieder
Filme drehen und produzieren zu können.
Ein
Mann und eine Frau lernen sich kennen, verlieben sich, erleben die
Unbillen des Alltags und trennen sich wieder. Eine Art filmisches
Liebestagebuch, das weniger eine besondere Geschichte erzählen als
repräsentativ eine zwangsläufig scheiternde Liebe vorführen will.
Dabei reden die Figuren oft in die Kamera und geben Alltagsweisheiten
preis, die nur gängige Klischees auflisten. Die Vorhersehbarkeit
der Geschichte und ihre schematische Abhandlung in Kapiteln nehmen
dem Film trotz charmanter Ansätze in Dialogen und Darstellung weitgehend
die Spannung.
Oliver
Rahayel
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