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Geboren
1947 in Shanghai, 1949 Umzug der Familie nach Taipeh. Nach seiner
Ausbildung als Elektroingenieur zog Edward Yang in die USA, um dort
Computer Design zu studieren. Sein Interesse am Kino brachte in
zur USC Film Schule, aber bereits nach einem Semester stieg er dort
wieder aus und arbeitete 7 Jahre lang für eine Firma in Seattle
als System Programmierer.
1981
kehrte er nach Taiwan zurück und begann dort eine neue Karriere,
zunächst als Drehbuchautor, dann als Regisseur. 1989 gründete er
die unabhängige Firma Yang and his Gang, Filmmakers. Seit 1992 macht
die Firma auch Theaterprojekte, seitdem nennt sie sich Atom Films
& Theatre. Neben der Finanzierung und der Produktion von Filmen
und Theaterstücken, kümmert sich die Firma zunehmend um Hi-Tech
Multimedia Experimente und Zubehör.
Edward Yang zählt zusammen mit Hou Hsiao-hsien zu den Gründern der
taiwanesichen nouvelle vague. Mittlerweile gehört er zur Weltspitze
der internationalen Regisseure. In den vergangenen 20 Jahren wurde
er mehrfach mit Internationalen Preisen ausgezeichnet.
Filmografie
1983
That Day - On the Beach (HAITAN DE YITIAN) (Drehbuch und Regie)
Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch,Taipeh Critics Award Gold
Award, Houston International Film Festival
1985
Taipei Story (QINGMEI ZHUMA) (Drehbuch und Regie) FIPRESCI Preis,
Locarno Film Festival 1985
1986
The Terrorizer (KONGBU FENZI) (Drehbuch und Regie) Grand Jury Preis,
Locarno Film Festival 1987 Bester Film, Golden Horse Award, Taiwan
1986
1991
A Brighter Summer Day (GULING JIE SHAONIAN SHA REN SHIJIAN) (Drehbuch
und Regie) Grand Jury Preis und FIPRESCI Preis, Tokyo Film Festival
1991 Beste Regie, Festival des 3 Continents, Frankreich 1991 Bester
Film und Beste Regie, Singapore Film Festival 1992
1994 A Confucian Confuison (DULI SHIDAI) (Drehbuch und Regie) Offizieller
Wettbewerbsbeitrag, Cannes 1994 Bestes Drehbuch, Golden Horse Awards,
Taiwan 1994
1996
Mahjong (MAJIANG) (Drehbuch und Regie) Spezialpreis der Jury, Berlinale
1996 Beste Regie, Singapore Film Festival 1996
2000 YI YI - A ONE AND A TWO (YI YI - A ONE AND A TWO) (Drehbuch
und Regie) Beste Regie, Cannes 2000 Grand Prix Regard d'Or, Freiburg
2001
Edward
Yang über seinen Film YI YI
"Thema
meines Films ist schlicht und ergreifend das Leben, ein Leben, dessen
ganze Bandbreite ich habe zeigen wollen. Meiner Auffassung als Drehbuchautor
nach dominiert die Einfachheit alle Komplikationen, die sich im
Laufe des Films zutragen. Deshalb habe ich den chinesischen Titel
"Yi-Yi" gewählt, den man wortwörtlich mit "Eins-Eins" übersetzen
könnte. Im chinesischen Wörterbuch erscheint YI YI als allererster
Begriff, nach dem Zeichen "Eins", der durch einen einzigen horizontalen
Strich dargestellt ist.
Der Begriff "Eins-Eins" bedeutet "Individualität"; dies ist der
Grund, warum ein jeder Lebensabschnitt - von der Geburt bis zu Tod
- im Film durch verschiedene Personen dargestellt wird. Legt man
zwei horizontale "Einsen" übereinander, wie die Zeichen des chinesischen
Titels, erhält man mit diesen beiden Balken ein anderes Zeichen,
das "Zwei" bedeutet. Das "Eins" über "Eins" hat die Aufgabe, die
Art und Weise anzuzeigen, mit der jedes Individuum mit einem anderen
verbunden ist, sei es in Liebe, Freundschaft, Unverständnis oder
durch etwas ganz anderes.
Der
englische Titel "A One and a Two" schließlich ist der rituelle Satz,
mit dem jede Jam Session beginnt und die den Zuschauer darauf hinweisen
möchte, daß das, was folgen wird, weder schwierig noch belastend
oder zum Fürchten sein wird. Das Leben sollte sein wie eine Jazz-Melodie.
Nur wenige Dinge sind im Leben so einfach wie dieses "A One and
A Two" .
Ich
erinnere mich an eine "Cannes-Sondernummer" der Libération in den
80er Jahren, in der Filmemachern aus der ganzen Welt die gleiche
einfache Frage gestellt wurde: "Warum machen Sie Filme?" Ich habe
mit einem vergleichbar einfachen Satz geantwortet: "Weil ich so
vermeiden kann zu sprechen". Die interessantesten Dinge, die ein
Filmemacher zu sagen hat, finden sich vermutlich in seinem Film
und nicht auf dem Papier.
Dieser
Film ist so einfach wie es das "a one and a two" im Leben ist. Ich
möchte, daß die Zuschauer mit dem Eindruck aus meinem Film herauskommen,
einen Augenblick mit einem Freund verbracht zu haben. Wenn es aber
der Zufall will und sie sich sagen, daß sie einen "Filmemacher"
kennengelernt haben, dann wäre mein Film verfehlt."
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