Das
Filmforum: Die Stille nach dem Schuss
Am 14. September startet Volker Schlöndorffs neuer Film "Die Stille
nach dem Schuss" in deutschen Kinos, am 22. November in Frankreich.
Erzählt wird die Geschichte einer RAF-Terroristin, die nach einem
Polizistenmord untertaucht - in der DDR. METROPOLIS-Autor Markus Reher
interviewte exklusiv Regisseur Schlöndorff, Drehbuchautor Kohlhaase
sowie die Hauptdarstellerinnen.
Links
zum Thema:
http://
www.arthaus-filmverleih.de
http://
rafinfo.virtualave.net/
Bücher
zum Thema:
Inge Viett: Nie war ich furchtloser,
Edition Nautilus: Hamburg 1996
Michael Müller, Andreas Kanonenberg: Die RAF-Stasi-Connection,
Rowohlt Verlag: Berlin 1992
Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex,
Taschenbuch Knauer: München 1989 .
Die Reportage:
Shootback - Kinderfotografien aus den Slums von Nairobi
Schlammwege, Müllberge, armselige Wellblechbehausungen: Mathare,
Nairobis größter und ärmster Slum. Hier leben 13 Kinder, zwischen
12 und 17 Jahren jung, die ein ganz besonderes Buch veröffentlicht
haben. "Shootback: Photos by Kids from the Nairobi Slums" so der Titel
des bewegenden Fotobandes. Mit ihren eigenen beeindruckenden und poetischen
Fotos und Worten erzählen die Kinder im Buch von ihrem Alltag, von
Freunden, vom Regen, der die Häuser unter Wasser setzt, von ihren
Träumen, aber auch von der Ungerechtigkeit und vom Elend in den Slums
- die METROPOLIS-Reportage von Martina Dase und Silke Tebel.
Shootback - Das Fotobuch: "Shootback:
Photos by Kids from the Nairobi Slums",
Booth-Clibbon Editions, London
info@internos.co.uk
Websites über "Shootback": http://www.piac.org/childseye/shootb.htm
http://www.photonet.org.uk/programme/projects/fourcities/intro.html
Weitere Informationen/Kontakt: Mathare Youth Sports Association
(MYSA),
PO Box 69038,
Nairobi, Kenya Munro@form-net.com
Das
Porträt: Ein Tag im Leben eines Pultstars - Kent Nagano
Kent Nagano ist ab September neuer Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters.
Die Programme des Amerikaners japanischer Abstammung stehen für eine
aufregende Mixtur aus alten und neuen Komponisten. Bei den Salzburger
Festspielen dirigiert er dieses Jahr die Uraufführung der Oper "L´amour
de loin" der jungen finnischen Komponistin Kajia Saariaho. METROPOLIS-Autor
Joseph von Radowitz begleitete den Dirigenten mit west-östlichem Flair
einen Tag lang in Salzburg und sprach mit ihm über seine Zukunftspläne
für das Deutsche Symphonie-Orchester.
Die
bisherigen CD-Veröffentlichungen von Kent Nagano sind zu finden
unter: http://www.warner-classics.com
Das Deutsche Symphonie-Orchester: http://www.dso-berlin.de
Über die Oper "l´amour de loin" informieren die Salzburger Festspiele:
http://www.salzburgfestival.at
Frz. Biographie: http://op2.free.fr/biographies/nagano.htm
Der
Schwerpunkt: Eine Kultur wird geplündert - Das Geschäft der Grabräuber
in Peru
Im
Norden von Peru lebten vor rund 1100 Jahren die Chachapoyas: Eine
der großartigsten und unerforschtesten Kulturen Amerikas. Geblieben
sind von dem unbekannten Volk riesige Steinfiguren, gewaltige Festungen
und - Grabstätten für ihre mumifizierten Toten. Die Toten wurden mit
Gold und feingewebten Tüchern ausgestattet. Jahrhundertelang blieben
die abgelegenen Grabstätten unberührt, doch seit einigen Jahren plündern
Grabräuber diese Ruhestätten und verkaufen ihre Beute nach Europa.
Das Geschäft mit der alten Kultur blüht - der METROPOLIS-Schwerpunkt
von Hans Gifforn.
Eine
Einführung in die Chachapoyas-Region und Tips für Reiselustige in
Peru bietet die Website http://www.inkanatura.com
unter dem Stichwort "Chachapoyas".
Kontaktadresse in Peru: Dr. Peter Lerche, Chachapoyas-Leimebamba,
Fax: 005174-758438
Europa,
wir kommen: Die unbekannte Slowakei
Das kleine, unbekannte Land im Herzen Europas hat sich erst 1993 vom
großen Bruder Tschechien getrennt. Seither versucht die Slowakei,
auf eigenen Füßen zu stehen. Die Nähe der Hauptstadt Bratislava zu
Wien und tausend Jahre ungarische Fremdherrschaft haben Kultur und
Geschichte des Landes geprägt. Unter der Meciar-Regierung noch als
"schwarzes Schaf Europas" verschrien, herrscht in der Slowakei seit
gut einem Jahr Aufbruchstimmung, auch in Sachen Europa. Für METROPOLIS
sprach Bianca Charamsa mit Intellektuellen und Künstlern über ihre
Kultur und die Chancen des politischen Umbruchs.
Central
European Review, englischsprachige online-Zeitung über Politik,
Gesellschaft und Kultur mittel- und osteuropäischer Länder: http://www.ce-review.org/index.html
Slovak Spectator, Slowakische Wochenzeitung in englischer Sprache:
http://www.slovakspectator.sk/
Alles über die Slowakei, mit Links zu vielen Themen, in englisch:
http://www.slovakia.org/
Internet-Link der auch in französischer Sprache geführt wird: http://www.slovaquie.com/
Buchtipp:
(weniger Reiseführer als Landesportrait ) Susanna Vykoupil. Slowakei.
München: Beck. 1999.
Das
Ereignis Aller Anfang ist MERZ - Kurt Schwitters und die Erben seiner
Kunst
Kurt Schwitters gilt als einer der einflussreichsten Künstler des
20. Jahrhunderts. Sein "Prinzip Collage" wirkte auf Pop Art, Fluxus
und Nouveau Realisme. Das zeigt jetzt eine umfassende Schwitters-Retrospektive
im Sprengel-Museum in seiner Heimatstadt Hannover. Auch junge zeitgenössische
Künstler wandeln auf den Spuren von Kurt Schwitters. Die METROPOLIS-Autorinnen
Bianca Charamsa und Diane von Wrede sprachen mit der Kanadierin Laura
Kikauka und der österreichischen Künstlergruppe gelatin+d.moises.
Sie wollen, wie Kurt Schwitters, die Grenzen der Kunst überschreiten
und fordern die Ausstellungsbesucher zu einer Mutprobe heraus.
Die
Ausstellung "Aller Anfang ist MERZ - von Kurt Schwitters bis
heute" im Sprengel-Museum, Hannover noch bis 05.11.2000, danach
in Düsseldorf (25.11.2000 -18.02.2001) und München (09.03. - 20.05.2001)
Der umfangreiche Katalog zur Ausstellung: Hrsg. Susanne Meyer-Büser/
Karin Orchard.
Aller Anfang ist Merz - von Kurt Schwitters bis heute,
Hatje Cantz Verlag 2000
Die
Schwitters-Ausstellung im Sprengel-Museum: http://www.sprengel-museum.de/deutsch/SMHframes.html
Englischsprachige Seiten, alles über Kurt Schwitters: http://www.soroptimist.de/kshome.htm
- biog Kunstwerke der Gruppe gelatin mit weiteren Links: http://www.austria.org.uk/art/gelframe.html
cyber.talk: Jaron Lanier - Der Ketzer aus der Cyberworld
Die Welt im Jahr 2030: Virtuelle Geschöpfe haben die Herrschaft übernommen,
der Mensch unterliegt der künstlichen Intelligenz, die er selber schuf
- und verschwindet schließlich ganz von der Erde. Was wie ein Horrorszenario
aus einem Science-Fiction-Film klingt, könnte bald Wirklichkeit werden.
Das behaupten jedenfalls amerikanische Computer-Wissenschaftler wie
Bill Joy und Ray Kurzweil. "Warum uns die Zukunft nicht braucht",
so der schwarzmalerische Titel eines Beitrags von Bill Joy in der
FAZ. Ein Kritiker der Debatte über solche Zukunftsvisionen ist der
Software-Entwickler Jaron Lanier. Obwohl er als Erfinder der Avatare
sowie des Begriffs "virtual reality" gilt, hegt er große Zweifel am
"kybernetischen Totalismus", den seine Kollegen vertreten. "Viele
meiner Kollegen glauben, dass der Sinn von Computern darin besteht,
eine neue Art von Mensch zu schaffen", erklärt der 40-Jährige. "Ich
lehne diese Idee ab, weil sie den Menschen verdummt." Lanier ist der
bunte Vogel der Szene, dem Cyber-Fachidiotentum zuwider ist und der
neben seinem Leben als Computerwissenschaftler noch eine andere Leidenschaft
hat: "Ich habe mich entschlossen, Mensch zu sein. Ich will kein Computer
werden. Und als Mensch mache ich Musik", sagt er mit einem Seitenhieb
auf seine Kollegen, die seiner Meinung nach gerne selbst Computer
sein würden, damit sie nicht sterben müssen. Jaron Lanier sieht Computer
jedoch lieber bloß als ein Produkt der Technik an, die ihm auch als
Instrumente dienen. Der Technofreak experimentiert mit Tönen und Videos,
arbeitete mit Terry Riley und Philip Glass zusammen und rekonstruiert
momentan altägyptische Musik. Der Universalist hasst vor allem eins:
Engstirnigkeit und das gebannte Starren auf Segen und Fluch der Technik.
"Wenn man sich die Glaubenssysteme einiger der führenden Köpfe in
der Computerforschung anschaut, hat man den Eindruck, es mit einer
neuen Religion zu tun zu haben", kritisiert er. Menschliche Erfahrungen
spielten bei diesen Vorstellungen keine Rolle mehr. "Die Leute negieren
die Schönheit, die Ungewissheit, die Sinnlichkeit, alles Mystische."
Jaron Lanier betont die Bedeutungslosigkeit von "ein paar Bits, die
sich in Silizium bewegen". Der Querdenker setzt den technologischen
Katastrophen-Szenarien gerne einen altmodisch klingenden Hinweis entgegen:
"Seht her, ein Mensch." - Der cyber.talk von Tilmann Jens.
Jaron
Laniers Homepage: http://www.well.com/user/jaron/
Biografie Laniers: http://www.digitalcentury.com/encyclo/update/lanier.html
Interview mit Lanier im "Scientific American": http://www.sciam.com/interview/lanier.html
Ein Forum von Zukunftsdenkern: http://www.edge.org/
Long Now Foundation: http://www.longnow.org/