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Chronik des Nahost-Konflikts

  • November 1947:
    UNO-Vollversammlung beschließt mit zwei Drittel Mehrheit einen Teilungsplan für Palästina.

  • 14. Mai 1948:
    Jüdische Siedler rufen den Staat Israel aus

  • 1948-1949:
    Erster bewaffneter Krieg zwischen Arabern und Juden (bis Oktober 1949).

  • Mai-Juni 1964:
    Gründungskongress der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO in Jerusalem.

  • Juni 1967:
    Im Sechs-Tage-Krieg erobert Israel den Sinai, den Gaza-Streifen, den Golan, die Westbank und Ost-Jerusalem.

  • November 1967:
    Die Vereinten Nationen beschließen die Resolution 242, die die Räumung der von Israel besetzten Gebiete vorsieht und im Gegenzug die Anerkennung des Staates von Israel

  • Februar 1969:
    Der fünfte "Nationale Kongress Palestinie" wählt Jassir Arrafat zum Präsidenten der PLO.

  • September 1970:
    Der sogennante "Schwarze September", Bürgerkrieg in Jordanien. Die jordanische Armee bombardiert die palästinensischen Stellungen und vertreibt die palästinensischen Flüchtlinge.

  • 5. September 1972:
    Elf israelische Sportler werden während der Olympischen Spiele in München von einem palästinensischen Kommando entführt und ermordet.

  • Oktober 1973:
    Jom-Kippur-Krieg zwischen Israel, Syrien und Ägypten. Der Sicherheitsrat der UNO beschließt die Resolution 338.

  • 17. September 1978:
    Ägypten, Israel und USA unterzeichnen ein Abkommen in Camp David.

  • März 1979:
    Israel schließt Frieden mit Ägypten und gibt den Sinai zurück.

  • 6. Juni 1982:
    Die israelische Armee marschiert in den Südliban ein. Die PLO verlässt Beirut.

  • September 1982:
    Die israelische Armee marschiert in Beirut-West ein.
    Massaker von Sabra und Chatila.

  • 1. Oktober 1985:
    Die israelische Luftwaffe bombardiert das Hauptquartier des PLO in Tunis.

  • Dezember 1987:
    Der gewalttätige palästinensische Widerstand, die Intifada, beginnt in der Westbank und in Gaza.

  • 16. April 1988:
    Der israelische Geheimdienst tötet in Tunis Halil al-Wazir, alias Abu Jihad, Vizeprädident der Fatah.

  • Dezember 1988:
    Palästinenserchef Jassir Arafat verurteilt jeden Terrorismus und erkennt den Staat Israel an.

  • 17. Januar-28. Februar 1991
    2. Golfkrieg

  • Oktober 1991:
    In Madrid verhandeln Delegierte aus Israel, Syrien und Jordanien mit Palästinensern erstmals gemeinsam über einen Frieden in Nahost.

  • Januar 1993:
    Geheimverhandlungen in Oslo zwischen Israel und den Palästinensern.

  • September 1993:
    Jassir Arafat und der damalige Premier Israels, Jitzhak Rabin, geben sich in Washington die Hand. Auf Basis der Oslo-Verträge erkennt Israel die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) an; diese gibt im Gegenzug ihren Plan auf, ganz Israel zurückzuerobern.

  • 25. Fabruar 1994:
    Ein israelischer Siedler tötet 29 muslimische Gläubige im Caveau de Patriarches à Hebron.

  • Mai 1994:
    Abkommen von Kairo: Israel verpflichtet sich, seine Truppen aus Jericho und aus 60 Prozent des Gaza-Streifens zurückzuziehen. Weitere Räumungen besetzter Gebiete und eine Regelung des Status von Jerusalem werden für die nächsten fünf Jahre vereinbart.

  • Juli 1994:
    Arafat lässt sich als Chef der neuen palästinensischen Autonomiebehörde in Gaza nieder.

  • Oktober 1994:
    Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien.

  • September 1995:
    Arafat und Rabin unterzeichnen in Washington das Taba-Abkommen (Oslo II), das mehr Selbstverwaltung der Palästinenser im Westjordanland und in Gaza vorsieht.

  • 4. November 1995:
    Jitzhak Rabin wird von einem orthodoxen Juden ermordet.

  • Januar 1996:
    Arafat wird Präsident des Palästinenserparlaments.

  • März 1996:
    Syrisch-israelische Gespräche in Wye, Maryland.

  • Mai 1996:
    Benjamin Netanjahu (Likud) wird neuer Premierminister Israels.

  • Januar 1997:
    Israel übergibt Hebron zu 80 Prozent an die Verwaltung der Palästinenser.

  • Oktober 1998:
    Arafat, Netanjahu und Clinton einigen sich in Wye nach dem Prinzip "Land für Frieden" auf weiteren Rückzug Israels aus der Westbank.

  • Januar 1999:
    Israels Regierung zerbricht, Wye-Zeitplan wird storniert.

  • Mai 1999:
    Ehud Barak (Arbeitspartei) wird neuer Premierminister Israels.

  • September 1999:
    Barak und Arafat setzen in Charm el-Cheikh den 13. September 2000 als letzten Termin für einen Friedensvertrag fest.

  • Dezember 1999:
    Ein Treffen Baraks mit Syriens Außenminister Faruk al-Schara in Washington bleibt ohne Ergebnis.

  • März 2000:
    Treffen in Genf zwischen US-Präsident Bill Clinton und dem syrischen Präsidenten Hafis el-Assad bringt keinen Fortschritt.

  • Juli 2000:
    Gipfel von Camp David endet ohne Erfolg.

  • 28. September 2000:
    Der Besuch des Oppositionsführers Ariel Scharon auf dem Tempelberg in Jerusalem wird von den Palästinenser als Provokation empfunden. Gewalttätige Auseinandersetzungen in der Stadt, im Westjordanland und Gaza markieren den Anfang der neuen Intifada.

  • 16-18. Oktober 2000:
    Gipfel von Charm el-Cheikh. Das Abkommen sieht ein Ende der Gewalt vor, die Bildung einer Untersuchungskommission und eine Aufhebung der Abriegelung der Palästinensergebiete.

    Eine Bilanz der Osloer Verträge

    Inoffizielle deutsche Übersetzungen der genannten Verträge und Resolutionen sind abrufbar unter www.palestina.org

 

   
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