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Krankheitsbild AIDS

Zu Beginn der achtziger Jahre wurden unter dem Begriff AIDS diejenigen Erkrankungen zusammengefaßt, die im Zusammenhang mit der Immunschwäche auftraten. Dazu gehören ein ansonsten eher seltener Hauttomor, das Kaposi-Sarkom, und verschiedene Infektionskrankheiten, deren Erreger nur im Fall eines geschwächten Immunsystems zur Erkrankung führen. Solche Krankheiten, die auch als opportunistische Infektionen bezeichnet werden, sind zum Beispiel:

· eine spezielle Lungenentzündung mit den Symptomen Atemnot, trockener Husten und Fieber

· Durchfallerkrankungen und Bauchkrämpfe

· Schmerzhafte Entzündugen im Magen-Darm-Trakt und Gehirnhautentzündungen, ausgelöst durch Hefepilze

· eine Infektion (CMV - Cytomegalie Virus), die die Netzhaut des Auges angreift und unbehandel schnell zu schweren Sehstörungen und Erblindung führen kann

· die Toxoplasmose des Gehirns, eine Infektion des Zentralen Nervensystems, bei der es zur Entzündung und damit zur Beeinträchtigung der Gehirnfunktionen kommt. Dabei können unter anderem folgende Krankheitszeichen auftreten: Lähmungen einzelner Körperteile, Störungen der Sensibilität, Wesensveränderungen, Sprachstörungen, Hör- und Sehstörungen. Die Toxoplasmose kann oft mit Medikamenten behandelt werden. Wenn die Therapie rechtzeitig beginnt, heilt die Krankheit in der Regel ohne größere Folgeschäden wieder aus.

Auch die Gürtelrose ist eine Infektionskrankheit, die in Zusammenhang mit einer HIV-Infektion auftreten kann. Etwa 10 % aller Menschen mit AIDS sind an einer Gürtelrose erkrankt. Die häufigsten Anzeichen für eine Infektion sind dabei gerötete Haut und Bläschenbildung im Lenden - und Brustkorbbereich.

Ausgelöst wird die Gürtelrose durch einen Erreger aus der Herpes-Familie. Bei Menschen, die noch nie Windpocken hatten, führt dieser Erreger zu Windpocken. Hatte man bereits Windpocken, kann das Wiederaufleben des Erregers zu einer Gürtelrose führen.

Allerdings ist die Erkrankung an Gürtelrose relativ häufig verbreitet. Das Auftretern der Krankheit kann deshalb, muß aber nicht zwangsläufig ein Anzeichen für eine HIV- Infektion sein.

Da Hepatitis B und C auch sexuell übertragbar sind, besteht für die durch HIV besonders gegefährdeten Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko, an einer dieser Infektionen zu erkranken.

Inwieweit allerdings die Hepatitis den Krankheitsverlauf einer vorliegenden HIV-Erkrankung beeinflußt bzw. auch umgekehrt, ob und wie sich eine HIV-Infektion auf den Krankheitsverlauf einer Hepatitis auswirkt, wird von Wissenschaftlern unterschiedlich beurteilt.

Hepatitis (Gelbsucht) ist eine übertragbare Erkrankung der Leberzellen, die durch Hepatitis-Viren hervorgerufen wird. Als Erreger konnte man bisher das Hepatitis-A, B, C und E-Virus nachweisen.

Die unterschiedlichen Formen der Hepatitis sind meist mit Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit verbunden. Mitunter zeigt sich eine Gelbfärbung der Haut.

Gegen Hepatitis B (und mittlerweile auch gegen Hepatitis A) ist eine Schutzimpfung möglich. Sie ist insbesondere Menschen mit wechselnden Sexualpartnern sehr zu empfehlen.

Nachdem man in späteren Jahren den Zusammenhang zwischen dem HI-Virus und AIDS entdeckt hatte, wurden weitere Erkrankungen sichtbar, die bei einer Immunschwäche gehäuft auftreten. Dazu gehören

· bestimmte Blutkrebserkrankungen (Lymphome) und bei Frauen der Gebärmutterhalskrebs

· eine - HIV bedingte - geistige Verwirrung (Demenz)

· eine extreme Abmagerung (wasting).

Symptome wie Lymphknotenschwellungen, Nachtschweiß, Durchfälle und langanhaltendes Fieber werden - sofern sie wochen- oder monatelang auftreten - als Anzeichen einer HIV-Infektion gewertet.


1. Photograph, Mushin Ozel, Robert Koch-Institute
2. Photograph © Boehringer Ingelheim International GmbH
3. Photograph © Hank Morgan, Science Source/Photo Researchers
4. Photograph, Mushin Ozel, Robert Koch-Institute
Ebenfalls:
http://aids.nyhallsci.org/