(Donnerstag, 14 September 2000, ab 20.45 Uhr)
187 Min
Themenabend, La Sept ARTE

20.45
Die Spielemacher

80 Min.
Dokumentation
von Albert Knechtel
Frankreich 2000

 


 

 

 



 

 

 

 




 

„Die Teilnahme ist entscheidend“ - mit diesem Satz formulierte der Begründer der modernen Olympischen Spiele, Baron Pierre de Coubertin, die olympische Idee. Der Sport sollte der Jugend der ganzen Welt grundlegende Werte wie Moral, Disziplin und Fairness vermitteln.

Die Zeiten haben sich geändert - und vom einstigen Geist der Olympischen Spiele ist nur wenig übrig geblieben. Nach der Vergabe der Winterspiele 2002 an Salt Lake City stellte ein Korruptions- und Doping-Skandal die Glaubwürdigkeit des IOC ernsthaft in Frage.


Der Film wirft einen schonungslosen Blick auf die große Familie des Sports und auf deren oberste Institution, die alle vier Jahre das bedeutendste Sportereignis der Welt koordiniert und dabei ein Budget von mehr als 3,5 Mrd. Dollar verwaltet. Der Film porträtiert IOC-Mitglieder (Dr. Kim Un Yong, ehemaliger Vizepräsident des IOC und Vorsitzender der koreanischen Teakwando-Stiftung, und die drei aktuellen Vizepräsidenten des IOC Anita Defrantz, Olympia-Medaillengewinnerin von Montreal, Jacques Rogge, belgischer Arzt und möglicher Nachfolger von Juan Antonio Samaranch, Dick Pount, kanadischer Anwalt) und Sportler (Mark Tewksbury, Roy Jones).

Unter Einbeziehung namhafter Sachverständiger wie Andrew Jennings beleuchtet der Film Arbeitsweise und interne Machtkämpfe im IOC-Apparat und stellt die Frage nach der Zukunft und Legitimität dieses Gremiums.

 

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22.05
Sorry Schatz, ich war schneller

49 Min. Dokumentation
von Raynal Pellecer und Jacques Maigne
Frankreich 2000
Mit:
Marion Jones: zweifache Weltmeisterin und große Favoritin über 100- und 200-Meter der kommenden Spiele in Sydney
Marie-José Pérec: Olympia-Meisterin im 200- und 400-Meterlauf
Mia Hamm: Kapitän der amerikanischen Frauenfußball-Mannschaft, 1999 Weltmeisterin
Estella Warren: Top-Model, ehemalige Weltmeisterin im Synchronschwimmen
Franziska van Almsick: ehemalige Schwimm-Weltmeisterin
Gabriela Reece: Kapitän der amerikanischen Damen-Beachvolley-Mannschaft
Eunice Barber: Weltmeisterin im Siebenkampf; aus Sierra Leone stammend und mit französischer Staatsbürgerschaft


 

 

 

 

 

Innerhalb weniger Jahre haben sich die Frauen in der internationalen Sportwelt durchgesetzt. In manchen Disziplinen machen sie sogar den Männern Konkurrenz.

Plötzlich sind viele von ihnen im wahrsten Sinne des Wortes Mode-Heldinnen geworden. Kein Zweifel, wir stehen am Beginn des Zeitalters der Sportlerinnen. Ein Lächeln auf den Lippen, fügen sich manche als Anhängerinnen der Profi-Mentalität pragmatisch den Regeln des Sport-Business. Einige scheinen sich in dieser streng kodierten Welt sogar wohl zu fühlen. Neben der Anerkennung, die sie für ihre sportliche Leistung gefunden haben, nutzen sie auch ihre Schönheit, Intelligenz und Kampfentschlossenheit für die Imagepflege.

Diese Art der Vermarktung überstehen jedoch nicht alle unbeschadet. Bei manchen Spitzensportlerinnen, die dank ihrer vollendeten Körper zu Stars von Werbespots wurden, gewinnt das Image die Oberhand über den Sport: Sie sind keine richtigen Sportlerinnen mehr, aber auch keine richtigen Top-Models.

Bei den Olympischen Spielen von Atlanta wurde sogar das Beachvolley als eine besonders photogene Sportart eigens für die Illustrierten eingeführt. Aber auf der südlichen Halbkugel gibt es auch Sportlerinnen, die ihre Disziplin in einer Welt ohne Trend-Zeitschriften, Werbespots und Modenschauen ausüben.
Dort ist das Laufen Kampf, Provokation, Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit.

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22.55
Helden

58 Min. Dokumentation
von Albert Knechtel und Jacques Maigne
Frankreich 1996

 

 

Wie geht es nach dem olympischen Sieg weiter? Begegnung mit acht Goldmedaillengewinnern.

Sie haben eines Tages heißersehntes Olympiagold errungen. Sie haben Opfer gebracht, ihre Selbstzweifel überwunden und eines Tages einen Moment überwältigenden Hochgefühls erlebt. Sie sind an diesem Tag in das Pantheon der olympischen Bewegung eingegangen. Was ist aus ihnen geworden? Was ist von diesem Triumph übrig geblieben?

In Deutschland, Kenia, den Niederlanden und den USA hat ARTE die einstigen Olympiasieger besucht. Sie, die noch immer von ihrer Erinnerung an den Sieg zehren, sprechen bereitwillig und ohne Nostalgie oder Rührseligkeit über ihren sportlichen Werdegang.


  • Folgende Sportler wurden befragt:

    Daniela Silivas, die hochbegabte rumänische Turnerin und dreifache olympische Goldmedaillengewinnerin von Soul (1984), die heute in den USA lebt

    der „Albatros“ Michael Gross, der in die Schwimmgeschichte einging und heute in Frankfurt in der Medienbranche Karriere macht

    Anton Gaesink, der 1964 in Tokio die japanischen Judoka zu Fall brachte und in seiner Heimatstadt Utrecht zum Helden gekürt wurde

    Dick Fosbury, der 1968 in Mexiko mit dem nach ihm benannten Flop den Stabhochsprung revolutionierte und sich heute für den Umweltschutz engagiert

    Barbara Jones-Slater, die jüngste Leichtathletik-Medaillengewinnerin aller Zeiten, die 1952 in Helsinki als 14-Jährige mit der amerikanischen Mannschaft die 4 x 100-Meterstaffel gewann und heute mit gefährdeten Jugendlichen arbeitet

    Kip Keino, der zu den ersten kenianischen Mittel- und Langstreckenläufern gehörte, die Weltruhm erlangten, und heute ein Waisenhaus-Projekt leitet

    Guy Drut, der sich 1976 in Montreal als erster Europäer im 110 Meter Hürden durchsetzte und später Sportminister wurde

    Tommie Smith, der als Angehöriger der „Black Power“-Bewegung 1968 im Stadion von Mexiko seine schwarzbehandschuhte Faust emporreckte und sich stolz zu dieser „Opfergeste“ bekannte

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