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Dienstag,
den 07.11. 2000 um 20.15 Uhr
Apnoe-Taucher
- Im Tiefenrausch
Eine
Reportage von Frank Koschewski
Bis vor 100 Jahren glaubten Wissenschaftler, der Mensch könne nicht
tiefer als 30 Meter ohne Atemgerät tauchen. Eine neue Generation von Freitauchern
hat die Grenzen weit nach unten verschoben.

Die Extremsportler
gehen ohne Atemgeräte unter Wasser, nennen sich Apnoe-Taucher (apnoe:
"ohne Luft") und brechen seit den 60er Jahren immer neue Tiefen- und Längenrekorde.
Sie rasen wie im Kino-Klassiker "Deep Blue" an bleibeschwerten Tauchschlitten
in Tiefen von bis zu 162 Metern oder bleiben bis zu sechs Minuten unter
Wasser, ohne Luft zu holen.
Der Apnoe-Taucher Sven Penszuk ist vor seinem Tauchgang hoch konzentriert,
denn heute beabsichigt er, seinen persönlichen Tiefenrekord zu brechen.
Durch spezielle Atemübungen überdehnt er die Lunge. Dann taucht er ab,
um seinen persönlichen Tiefenrekord zu erreichen. 42 Meter will er heute
schaffen. Ohne Atemgerät, ohne Hilfsmittel außer seinen Flossen. In 30
Metern Tiefe wird die Lunge durch den Wasserdruck so komprimiert, dass
ihr kleinstmögliches Volumen erreicht ist. Der Unterdruck, der entsteht,
zieht übermäßig viel Blut in die Lungenblässchen. Nur so können die Apnoetaucher
überleben: Würde das Blut nicht die Lungenblässchen aufblähen, könnte
die Lunge dem Außendruck nicht standhalten und würde platzen.
42 Meter. Sven Penszuk hat es geschafft. Aber der Chef der deutschen Nationalmannschaft
im Freitauchen steht erst am Anfang. Sein großes Vorbild ist der Kubaner
Pipin Ferreras. Der "Fish-Man" rast einsam auf einem bleibeschwerten Tauchschlitten
in lebensgefährliche Tiefen. Mit 165 Metern will Ferreras den nächsten
Rekord aufstellen. Und eines Tages - davon ist er überzeugt - wird er
die magische 200-Meter-Grenze überschreiten.
360° - Die
Geo-Reportage begleitet die Apnoe-Taucher in die Einsamkeit des Ozeans.
Links
Homepage
des deutschen
Fachverbandes für Apnoe-Sport (AIDA)
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des Freediving-Weltmeisters Pippin
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