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HOCHZEITSBRÄUCHE


"Etwas Altes, etwas Neues..."
Der Klassiker unter den Hochzeitsbräuchen kommt aus England: „Something old, something blue, something borrowed, something new.“ Ein Erbstück als Symbol für die Fortführung der Familientradition, etwas Blaues, etwas Geliehenes (z.B. ein Taschentuch) und etwas Neues für den Beginn des neuen Lebensabschnitts: Wenn Sie an diese vier Dinge denken, ist Ihnen Ihr Eheglück sicher.

Brautstrauß werfen

Die Braut wirft ihren Brautstrauß rückwärts unter die eingeladenen Singlefrauen. Diejenige, die den Strauß fängt, ist die nächste Heiratskandidatin. Aus der gleichen Tradition heraus wirft gelegentlich auch der Bräutigam das Strumpfband der Braut unter die umstehenden Männer.

Polterabend
Der Polterabend gilt als der Abschied vom Junggesellen- bzw. Singledasein. Grundlage für diesen Brauch ist der frühere Glaube, das junge Paar sei bis zur Hochzeit von bösen Geistern bedroht, die es an diesem Abend durch laute Geräusche zu vertreiben gilt.

Hupkonzert
Aus dem gleichen Grund war es üblich, klappernde Gegenstände an die Autos der eingeladenen Gäste zu binden. Heutzutage wird aus diesem Brauch häufig ein Hupkonzert des Autokonvois.

Reiswerfen
Das Werfen von Reis nach der Hochzeit soll Zeichen der Fruchtbarkeit sein. Der Reis wird heute meistens durch Konfettis oder Bonbons ersetzt.

Braut einkaufen
Dieser Brauch stammt aus der Schweiz, da es früher üblich war die Braut "einzukaufen". Heute funktioniert das etwas abgewandelt so: Am Polterabend (oder am Tag der Hochzeit) werden an die Gäste Zettel verteilt mit verschiedenen kleinen Dingen des täglichen Lebens, die sie versenden sollen. Jeder Gast soll zu einem bestimmten Termin ein möglichst großes Päckchen mit dem Absender "Verein für bedürftige Brautpaare" an das Brautpaar schicken. So erhält das Paar fast täglich Post oder muss Pakete abholen.

Ast zersägen
Als Zeichen dafür, dass auf dem Weg ins Eheglück auch zahlreiche Hindernisse gemeinsam gemeistert werden müssen, bekommt das Brautpaar nach der Trauung die Aufgabe, einen dicken Ast gemeinsam in der Mitte zu zersägen.
Eine ähnliche Bedeutung wird dem gemeinsamen Fegen der Scherben am Polterabend zugeschrieben.

 
Symbolik des (Ehe-)rings
"Seine runde Form bedeutet das Nicht-enden und will sagen, dass Liebe und Neigung füreinander wie in einem Kreis fließen, von einem zum anderen und zwar für immer und ewig."
(Algernon Charles Swinburn)

Der Ring gehört zu den Urformen des Schmuckes. Seit frühester Zeit werden ihm mystische bzw. geheime Kräfte zugeschrieben. Viele der in Italien gefundenen Eheringe, die noch aus Eisen gefertigt wurden, zeigten die Form eines Schlüssels. Ein Zeichen dafür, dass der jungen Frau die Schlüsselgewalt übertragen wurde. Das Eisen stand dabei für Sparsamkeit, Bescheidenheit und Treue. Alles Tugenden und Pflichten einer jungen Hausfrau.
Die alten Germanen kannten den Ring als Pfand der Liebe. Der Mythos des Nordens berichtet, dass sich Siegfried und die Walküre Brunhild mit einem Ring ewige Treue gelobt hatten. Das dramatische Ende der Nibelungen wird darauf zurückgeführt, dass Siegfried diesen Treueschwur gebrochen hat.

Der vierte Finger der linken Hand hatte bereits bei den alten Ägyptern eine besondere Bedeutung. Es war der Liebesfinger, an dem vor der Hochzeit der Liebesring getragen werden musste. Nach der romantischen Anatomielehre führt eine Arterie direkt zum Herzen, dem Zentrum aller Liebesgefühle. Legenden zufolge bricht demnach auch der Ring, wenn die Treue gebrochen wird.

Der Ring als Zeichen der Treue hatte schon im 12. Jahrhundert eine so starke Bedeutung, dass eine bischöfliche Anordnung jungen Männern verbot, den Mädchen aus Spaß einen Ring an den Finger zu stecken. In dem man dem Ring einen unlösbaren "Liebesknoten" aus Golddraht hinzufügte, wurde im 14. und 15. Jahrhundert die Kraft der Bindung des Ringes verstärkt. Etwa im 15. - 16. Jahrhundert kamen dann die ersten Zwillingsringe auf. Das waren zwei zusammenschiebbare Ringe, von denen jeder der Verlobten einen trug. Am Hochzeitstag wurden die beiden Hälften zusammengeführt. Die junge Frau trug ihn dann als Ehering.

Viel Aberglauben exisitiert in Verbindung mit dem Augenblick, an dem der Mann den Ring an den Finger seiner Frau steckt. So hieß es einmal, wenn der Ring am vorderen Teil des Fingers stecken bleibt, wird die Frau das Haus beherrschen. Nur wenn der Ring bis auf die Wurzel durchglitt, sei der Mann wirklich Herr und Gebieter. Aus diesem Grund sollen gewitzte Mädchen den Ringfinger einfach abgebogen haben, so dass der Ring am mittleren Gelenk hängenblieb.
 
Runde Hochzeits - Jubiläen
Jahre:
Rosenhochzeit
Die Ehe kann sich über die Rosen wieder an den 1. Hochzeitstag erinnern.
Jahre:
Porzellanhochzeit
Fest, glänzend und zugleich empfindlich ist die Ehe jetzt geworden.
Jahre:
Silberne Hochzeit
Die Ehe, die nun bereits ein viertel Jahrhundert dauert, hat ihren bleibenden Wert unter Beweis gestellt. Das Fest vereint die Verwandten, das Jubelpaar trägt Silberkranz und Silbersträußchen.

Jahre:
Perlenhochzeit
Die Ehejahre reihen sich aneinander wie die Perlen einer Kette. Gelegenheit, der Ehefrau eine Perlenkette zu schenken.

Jahre:
Rubinhochzeit
Das Fest der Liebe hält und trägt immer noch. Der Ehering kann durch einen Rubin (Edelstein der Liebe und des Feuers) ergänzt werden.
Jahre:
Goldene Hochzeit
Wie Gold hat die Ehe allem standgehalten und sich als fest und kostbar erwiesen. Manche Ehepaare wechseln neue Ringe.
Jahre:
Diamantene Hochzeit
Nichts kann die Ehe mehr angreifen, sie ist unzerstörbar geworden.

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Mit:

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